Inflationsrechner

Kaufkraft und Kaufkraftverlust einfach berechnen

Fabian K. – Redaktion Depotstarter
Redaktion: Fabian K.
Inhalt geprüft Zuletzt geprüft: 14.03.2026 Mehr über mich Pinterest

Ein unveränderter Kontostand kann real an Wert verlieren, wenn die Preise steigen. Der Inflationsrechner zeigt dir, was dein Geld inflationsbereinigt in 10, 20 oder 30 Jahren noch wert ist.

Das Wichtigste in Kürze

Der Inflationsrechner zeigt dir, wie stark dein Geld über die Zeit an Kaufkraft verliert und was es in heutigen Euro noch wert ist. So erkennst du schnell, ob dein Vermögen real schrumpft oder deine Rendite die Inflation ausgleicht.

Inflationsrechner

Kaufkraft, reale Rendite und inflationsbereinigte Sparziele berechnen

Der Rechner zeigt dir nicht nur den Kaufkraftverlust, sondern auf Wunsch auch, wie sich Rendite, Sparplan und Einkommensentwicklung auf dein Ziel auswirken.

Eingaben
Beispiel: 10.000 € auf dem Konto oder als angelegter Betrag.
0 % = Betrag liegt unverzinst herum. Mit Rendite siehst du zusätzlich den realen Wert nach Inflation.
Zum Beispiel Tagesgeld oder ein verzinstes Konto.
Zum Beispiel ein breit gestreuter ETF. Nur als Modellannahme, nicht als Garantie.
Beispiel: Du willst in 20 Jahren real die Kaufkraft von 100.000 € erreichen.
Das Einkommen dient nur zur Einordnung der späteren Belastung. Die Sparrate selbst bleibt im Modell konstant.
Der Rechner nutzt für die reale Rendite die exakte Fisher-Näherung: (1+r) / (1+i) – 1.
Der Rechner arbeitet mit vereinfachten Annahmen zu Inflation, Rendite und Sparrate. Steuern, Gebühren und individuelle Preisentwicklungen sind nicht berücksichtigt.
Ergebnis

So unterschiedlich kann sich dein Geld real entwickeln

Kein Verkaufsversprechen, sondern ein transparenter Vergleich frei wählbarer Renditeannahmen.

Visualisierung
Nominal Real / inflationsbereinigt

Fahre mit der Maus über die Linien oder tippe auf den Graphen, um die Werte für das jeweilige Jahr zu sehen.

Orientierung: Kaufkraftverlust bei 10.000 € über 10 Jahre

Inflation p.a. Nötiger Betrag für gleiche Kaufkraft Realer Wert bei 0 % Rendite Kaufkraftverlust

Fixes Beispiel für schnelle Orientierung. Dein individuelles Ergebnis berechnet der Rechner oben.

Inflation und Kaufkraft im Kontext

Inflation bedeutet, dass das allgemeine Preisniveau steigt und du dir für den gleichen Geldbetrag im Zeitverlauf weniger kaufen kannst. In Deutschland wird die Teuerung häufig über die Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) gemessen; der VPI wird vom Statistischen Bundesamt (Destatis) berechnet. Die Deutsche Bundesbank ordnet den VPI als Maß der allgemeinen Preisentwicklung ein und beschreibt ihn als wichtige Grundlage, um nominale Werte in reale Größen umzurechnen (Deflationierung). 

Zur Einordnung mit aktuellen amtlichen Jahreswerten (VPI, Jahresdurchschnitt): Die Inflationsrate lag 2021 bei +3,1 %, 2022 bei +6,9 %, 2023 bei +5,9 % sowie 2024 und 2025 jeweils bei +2,2 %. In den Jahren vor dem Inflationsschub wurde die 2‑Prozent‑Marke im Jahresdurchschnitt nur selten überschritten (zuletzt 2011). Quelle/Stand: Destatis, Stand: 03/2026. 

Das klingt auf den ersten Blick moderat, aber über lange Zeiträume summiert sich der Effekt. 10.000 Euro verlieren bei 2 Prozent jährlicher Inflation nach 20 Jahren rund 3.300 Euro an Kaufkraft. Dein Kontostand zeigt weiterhin 10.000 Euro, doch du kannst dir deutlich weniger dafür leisten. Genau das zeigt dir der Inflationsrechner in wenigen Sekunden.

Der Inflationsrechner zeigt den stillen Verlust.
Dein Geld schrumpft unmerklich.

Kaufkraft berechnen vs. nominaler Wert

Der nominale Wert ist die Zahl auf deinem Konto. Der reale Wert zeigt, was du dir dafür tatsächlich kaufen kannst. Wenn du deine Kaufkraft berechnen willst, musst du die Inflation herausrechnen. Genau das erledigt der Inflationsrechner für dich.

Ein Beispiel: Du legst 50.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto mit 1 Prozent Zinsen an. Bei 2,5 Prozent Inflation verlierst du real 1,5 Prozent pro Jahr. Nach 10 Jahren hast du nominal mehr auf dem Konto, real aber weniger Kaufkraft als zu Beginn.
Du willst dein Geld nicht unverzinst liegen lassen? Der Depotvergleich zeigt dir, welcher Anbieter zu deinen Zielen passt.

Wofür brauchst du den Inflationsrechner?

Sparst du auf ein konkretes Ziel? Berechne, welchen Betrag du in 5 bis 15 Jahren wirklich brauchst, damit dein Geld zum Zielzeitpunkt noch reicht.
Schlägt deine Anlage die Inflation? Trag deine nominale Rendite ein und sieh sofort, ob nach Abzug der Inflation noch echtes Plus übrig bleibt.
Planst du deinen Ruhestand? Über 20 bis 30 Jahre summiert sich die Inflation enorm. Der Rechner zeigt deinen realen Bedarf in heutigen Euro.
Liegt dein Geld unverzinst auf dem Konto? Sieh in Sekunden, wie viel Kaufkraft du über 10 oder 20 Jahre still verlierst, wenn dein Geld keine Rendite bringt.

Was der Inflationsrechner dir zeigt

Du siehst, wie viel Kaufkraft dein Geld in Zukunft noch hat und ob deine Rendite die Inflation tatsächlich schlägt. Rechne am besten mit mehreren Inflationsszenarien, um ein realistischeres Bild für deine Planung zu bekommen.

Vergleich und Anwendung

Die Tabelle zeigt, wie unterschiedliche Inflationsraten dein Geld über verschiedene Zeiträume beeinflussen.

Kaufkraftverlust von 10.000 Euro bei verschiedenen Inflationsraten
Inflationsrate Zeitraum Realer Wert Kaufkraftverlust
2 % 5 Jahre 9.057 € 943 €
2 % 10 Jahre 8.203 € 1.797 €
2 % 20 Jahre 6.730 € 3.270 €
3 % 5 Jahre 8.626 € 1.374 €
3 % 10 Jahre 7.441 € 2.559 €
3 % 20 Jahre 5.537 € 4.463 €
5 % 5 Jahre 7.835 € 2.165 €
5 % 10 Jahre 6.139 € 3.861 €
5 % 20 Jahre 3.769 € 6.231 €

Berechnungsgrundlage: Startbetrag 10.000 Euro, reale Werte gerundet.

Die Tabelle zeigt dir, was 10.000 Euro bei verschiedenen Inflationsraten nach 5, 10 oder 20 Jahren real noch wert sind.

Gib deinen Ausgangsbetrag, eine Inflationsrate und den Zeitraum ein. Für kurzfristige Ziele reichen oft 5 Jahre, für Ruhestand oder langfristige Sparziele eher 20 bis 30 Jahre.

Optional: Trag deine erwartete nominale Rendite ein. So erkennst du sofort, ob dein Investment nach Inflation noch Gewinn bringt oder ob du real Geld verlierst.

Typische Fehler: Der häufigste Fehler ist, für Jahrzehnte mit einer festen Inflationsrate zu rechnen. Besser ist es, mehrere Szenarien (z. B. moderat bis pessimistisch) durchzuspielen.

Ein zweiter Fehler ist, nominale Rendite und reale Rendite zu verwechseln. Wenn dein ETF 7 Prozent pro Jahr bringt und die Inflation bei 2,5 Prozent liegt, beträgt deine reale Rendite nicht 4,5 Prozent, sondern etwas weniger. Die exakte Formel lautet: (1 + nominale Rendite) / (1 + Inflationsrate) minus 1. Wenn du dein ETF Endkapital berechnen willst, solltest du das Ergebnis nicht nur nominal, sondern immer auch inflationsbereinigt betrachten.

Rechenbeispiel: Reale Rendite

  • Einfache Schätzung: 7%−2,5%=4,50%
  • Exakte Berechnung (Fisher): (1,07/1,025)−1≈4,39%

Hinweis: Der Unterschied mag klein erscheinen, summiert sich aber über Jahrzehnte bei der Zinseszinsrechnung deutlich auf.

du solltest die reale rendite berechnen, nicht die nominale

Dritter Fehler: Die persönliche Inflationsrate ignorieren. Dein Warenkorb (z.B. Mietanteil bei Großstädtern vs. Eigenheimbesitzern) unterscheidet sich vom statistischen Durchschnitt. Wer viel für Miete oder Energie ausgibt, spürt oft eine andere Teuerung als der offizielle Wert vermuten lässt. Dies kannst du individuell mit dem Lebenshaltungskosten Rechner berechnen.

Nächste Schritte

Jetzt geht es darum, die Zahlen für deine eigene Situation durchzurechnen. Nimm dir fünf Minuten, öffne den Rechner und teste verschiedene Szenarien.

  • Berechne den Kaufkraftverlust für dein aktuelles Erspartes über 10 und 20 Jahre.
  • Prüfe, ob deine aktuelle Anlagerendite die Inflation schlägt.
  • Vergleiche verschiedene Inflationsszenarien, um auf Schwankungen vorbereitet zu sein.
  • Passe deine Sparrate an, wenn der Rechner zeigt, dass dein Ziel inflationsbereinigt nicht erreicht wird.

Wenn du auch deine Entnahmen im Ruhestand planen willst, schau dir den Entnahmerechner an.

FAQs

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